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Logbuch der Anthana << aktueller Logbucheintrag


01.11.2007 
Lat 27° 49,017' N      Lon 015° 45,859' W
Segeltörn an der Westküste von Gran Canaria
Gestern war natürlich auch Rainer am Ruder und zu erwähnen ist noch, dass wir eine kleine Horde Delphine sahen, die wie üblich zur Yacht kamen, um mit ihr zu spielen - allerdings nur kurz und keiner hat ein vernünftiges Foto erstellen können...

Für heute ist NE 3-4 in Böen 5 vorhergesagt; füruns heißt es raumes Kreuzen, da wir von Agaete nach Puerto de Mogan - also von der NW-Seite zur SW-Seite von Gran Canaria wollen und der WInd wahrscheinlich dem Küstenverlauf folgen wird...

Tatsächlich haben wir dann weitestgehend NE 4 mit Böen bis zu 6 Beaufort. Achterliche Welle schiebt uns und da wir schnell vorankommen, haben wir noch Zeit, in der Bucht vor Puerto de Mogan zu ankern um erneut im glasklaren und 23 Grad warmen Wasser zu baden.

Der Crew hat es im Patio Canario am besten gefallen und deshalb wollen sie zum Abschluss noch mal dorthin... Der Skipper verabschiedet sich um 2230 in die Koje...


31.10.2007 
Lat 28° 06,002' N      Lon 015° 42,708' W
Elmar hat Geburtstag und geht Ruder bei ordentlicher Welle
Unser Nachbarlieger, ein Holländer, wäscht seine Bettwäsche: zwei größere Bottiche, einen mit Bettwäsche füllen, Waschmittel dazu und Wasser... dann mit den Füßen ordentlich im Bottich herumstampfen - so werden auch die Fußnägel sauber... dann umfüllen in den zweiten Bottich und wieder stampfen...irgendwann wohl auch ausspülen...

90 sm hat die Crew auf der Logge und heute soll es ein bißchen mehr werden. Die Winde sollen aus NE mit 4-5 wehen - bei 1,5-2 m Welle. Wir wollen an die NW-Küste von Gran Canaria, Agaete bzw. Puerto de las Nieves - eigentlich kein Yachthafen für besuchende Yachten, aber eine Nacht kann man fast immer an der Mauer der Bunkerstation verbringen... wegen des Tidenhubs muss man nur geschickt die Leinen ausbringen.

Obwohl wir 38 sm vor uns haben, kommen wir nicht so richtig aus den Puschen... lag es daran, dass wir mit Elmar ein wenig in seinen Geburtstag gefeiert haben? Wie auch immer, um 1200 UTC laufen wir aus und setzen gleich die Segel. Ein paar Meilen später frischt es weiter auf und wir binden gleich Reff 2 ins Groß - Trotzdem segeln wir mit 8 bis 8,5 Knoten SOG weiter gen Gran Canaria... Elmar möchte gern ans Ruder, traut sich aber aufgrund der Welle zuerst nicht. Später dann doch und er beweist sein feines Gefühl als Rudergänger auch bei Welle...

Schon um 1730 sind wir in Agaete längseits fest und als Anleger gibt es heute Sekt... Später geht es in das dem Skipper wohl bekannte Restaurant ... ELmar und Rainer sind heiß auf die Fischplatte... waren Simone und Stefan hoch auf begeistert von der Fischplatte (oder war es eine andere?), meinen Elmar und Rainer eher naja... dafür war das Segeln im Atlantik auch wieder schön und Agaete íst noch ursprünglich in seinem Charme - keine Touristenburgen sondern kleine flache Bebauung der Einheimischen, viele Fischer, ein paar Lokale...


30.10.2007 
Lat 28° 27,992' N      Lon 016° 14,555' W
Kurzer Schlag an der Nordostküste Teneriffas
Nach dem gestrigen großen Schlag von Gran Canaria nach Teneriffa ist ein kürzerer Törn angesagt. Die vorhergesagten Winde von 5-7 und Wellen von rund 2m flössen Respekt ein...

So laufen wir mittags zur Ankerbucht nördlich von San Andres und ankern dort. Elmar und Rainer gehen schwimmen während Rainer und ROman mit dem Dinghi einen Landgang unternehmen. Der Hinweg durch die Brandung klappt auch ganz gut - der Rückweg durch die Brandung ist da schon schwieriger... Das Dinghi schlägt mit Wasser voll, also umdrehen, an Land das Dinghi lenzen und ein neuer Versuch: Diesmal gehen beide nicht gleich am Ufer ins Dinghi sondern schieben es im Wasser durch den Brandungsgürtel und sind prompt erfolgreich.

Um 1630 lichten wir den Anker und segeln nur mit der Genua zurück nach Santa Cruz de Tenerife. Der WInd weht fast achterlich, so dass wir anbetracht der hohen Wellen lieber raum kreuzen und um 1840 wieder am alten Platz in der Marina Sanata Cruz fest machen.


29.10.2007 
Lat 28° 27,992' N      Lon 016° 14,555' W
Segeltörn durch die Düsen zwischen Gran Canaria und Teneriffa
Heute wollen wir rüber nach Teneriffa segeln. Die Wetterprognosen reichen von NE 3-5 bis NE 4-6. In den Düsen müssen wir mit mehr rechnen...

Nach dem Ausschlafen und frühstücken machen wir zum Bunkern noch an der Dieselstation fest und laufen um 1100 UTC aus. Auf der Leeseite von Gran Canaria haben wir erstmal SW 1 - dicht unter der Küste folgen wir dem Küstenverlauf - auch um später nicht so viel Höhe knüppeln zu müssen, sollte der WInd nördlicher kommen. Nach wenigen Meilen erreichen wir die Windzone und der Wind kommt zuerst nördlich - Schaumkronen bei 1-2 m Welle sind deutlich voraus zu sehen. Der Skipper öffnet zwar schon die Segeltasche für das roß, setzt aber nur die Genau - zur Verwunderung von Rainer (mit der Bavaria 39 auf dem Isselmeer) - so könne die Yacht doch nicht Höhe laufen...

Je mehr wir uns von Gran Canaria entfernen, desto mehr nimmt der Wind zu - durchschnittlich sechs Beaufort. Und wir segeln um 40 GRad hoch am Wind mit konstant über 8 Knoten - und das nur mit der kleinen 110 prozentigen Genua. Der Winkel zu den Wellen ist so gewählt, dass die Yacht die Wellen schön abreitet und nicht stampft... schönstes Atlantiksegeln... und dabei kaum Ruderdruck - sie läßt sich hoch am WInd mit 2 Fingern steuern. Rainer will das Höhelaufen nur mit der Genua in der nächsten Saison unbedingt ausprobieren...

Da der Wind auch nach Verlassen der ersten Düse meistens über 4-5 BEaufort bleibt und es der Crew an Kröngung reicht, wir dabei gut voran kommen, lassen wir das Groß unten. Allerdings hängt es mittlerweile zu sehr in den Lazy Jacks, dass wir erstmal abfallen, damit die Yacht noch ruhiger liegt und wir die Segeltasche vomn Groß wieder schließen können - Roman und Skipper klarieren alles soweit mittschiffs. Diese Aktion kostet natürlich wieder Höhe zu unserem Ziel, aber zum Glück dreht der WInd später ein wenig mehr recht, so dass wir Santa Cruz weiter direkt vor Augen haben.

Dann noch die kleine Düse vor Teneriffa, dann das Segel kurz vor der Hafeneinfahrt bergen, im Hafen anweisungsgemäß auf den Marinero warten und um 1830 sind wir fest...

Alle machen sich landfein - Roman ganz besonders - und dann geht es auf die Großstadt von Teneriffa... Essen


28.10.2007 
Lat 27° 48,965' N      Lon 015° 45,948' W
Gewöhnungstörn für die neue Crew
Lang schlafen, gut frühstücken, Sicherheitseinweisung...die Bordzeit im Rahmen des Endes der Sommerzeit auf UTC umstellen...

Die Wetterprognosen lauten auf NE 3-4 bzw. NE 4-5 - in der Düse westlich von Gran Canaria wird es wahrscheinlich deutlich mehr sein... Die neue Crew will die Düse kennen lernen und wissen, wovon der Skipper spricht. So laufen wir um 1200 mit westlichen Kursen aus, setzen nach dem Aufklaren die Segel und sind gespannt...

Zuerst, in der Abdeckung, haben wir südliche Winde, die dann immer mehr recht drehen, bis sie die Nordrichtung erreicht haben... Zuerst mit 2-3 Beaufort, dann 4, dann 5, wir binden Reff 2 ein, Schaumkronen umgeben uns und weitere rollen von Nord heran... dann 6 Beaufort und wir wenden - der erste Eindruck reicht der Crew.

Mit östlichen Kursen segeln wir Kurs Amfi del Mar, wo wir die Segel bergen, mit Tripleine ankern und alle baden... Fast 2 Stunden später heißt es Anker auf und zurück nach Puerto de Mogan, wo wir um 1830 römisch katholisch fest machen.

Zum Abendessen probieren wir das Zoo aus...viele Engländer sind dort, die Qualität reicht nicht an das Patio Canario heran, aber was soll es...


27.10.2007 
Lat 27° 48,960' N      Lon 015° 45,950' W
Noch ein Geburtstagsgeschenk: Atlantiksegeln
Gestern nachmittag war Angel da - letzte Woche hat er den Motor vom Bugstrahlruder ausgebaut und heute repariert wieder eingebaut... dabei dann noch festgestellt, dass das Bugstrahlruder einen Startstrom von 680 Ampere zieht und die vom deutschen Bordelektriker eingebaute Bugstrahlruderbatterie eben nur einen Startstrom von 220 Ampere liefert... also erstmal weider umschalten auf das Servicebatterienetz, das weit mehr als 1000 Ampere als Startstrom liefert.

Birgit, die mit ihrem Freund hier quasi halbjährlich lebt, berichtet dem Skippervon einer offenen Hochzeit eines Pärchens - jeder, der will kann ins Lokal kommen und mitfeiern.

Rainer und Elmar kommen mittags an Bord - beide haben Segelscheine, doch die letzte praktische Segelerfahrung liegt schon länger zurück; Rainer und Roman (Rainer hat eine eigene 39 Fuß Segelyacht auf dem Isselmeer und will mal im Atlantik segeln) kommen erst gen Abend, da ihr Flug nach hinten verschoben wurde. Für Roman und Rainer ist dieser Kanarentörn übrigens auch ein Geburtstagsgeschenk...

Also kaufen Elmar und Rainer schon mal ein, dann haben wir das Bunkern wenigstens erledigt...

Als wir dann vollständig sind, geht es auf ins Patio Canario zum Abendessen, was allen gut gefällt.


26.10.2007 
Lat 27° 48,960' N      Lon 015° 45,950' W
Geburtstagsgeschenk: Mitsegeln für 1 Woche
Ja, es war ein Geburtstagsgeschenk für einen der sechs Männer: Anthana Exklusiv für ihn und fünf seiner Freunde - Mitsegeln auf einem 1 Wochen Kanarentörn. Tatsächlich brachte er 5 Männer mit und so wurde daraus ein echter Männertörn...

Vier davon hatten überhaupt keine Segelerfahrung - gut, dass Anthana-Segeltörns auch gut für Segelunerfahrene wie -erfahrene geeignet sind... Drei kanarische Inseln haben wir uns ersegelt: Gran Canaria (Start und Ziel), Teneriffa als Durchgangsinsel und La Gomera als schönstes Zwischenziel, wie alle Männer finden. 174 sm sind wir gesegelt, Fische wurden nur einmal am Anfang gefüttert und dann waren alle fit für das Segeln im Atlantik.

Heute morgen nochmal ausschlafen, kurzes Frühstück und dann wollen alle nochmal Geschenke für die Daheimgebliebenen, Frauen udn Kinder kaufen... viel Zeit bleibt nicht bis zum Abflug, also mittags die Yacht verlassen und los geht es...

Dem Skipper bleibt das umfangreiche Aufklaren der Yacht und Vorbereiten für den nächsten Törn, der morgen beginnt. Die ersten Gäste sind schon auf der Insel und voller Vorfreude...


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